#068 Solo-Alpenüberquerung mit Hund | talk
Shownotes
Eine Alpenüberquerung ist für viele ein Lebenstraum. Doch wie sieht dieser Traum aus, wenn man ihn allein mit einem Hund bestreitet? Die Journalistin und Wanderexpertin Nadine Regel teilt in dieser Episode ihre Erfahrungen ihrer 50-tägigen Tour von München nach Verona. Sie gibt wertvolle Einblicke in die Planung, die notwendige Ausrüstung und die mentale Stärke, die es braucht, um 500 Kilometer als Team zu meistern.
Die Schwerpunkte:
- Vorbereitung & Training: Ab welchem Alter ist ein Hund bereit für extreme Touren und wie baut man die nötige Kondition und Trittsicherheit auf?
- Sicherheit am Berg: Warum die Leine eine Frage der Verantwortung gegenüber Wild- und Weidetieren und dem eigenen Hund ist
- Begegnungen mit Weidevieh: Strategien für den Umgang mit Mutterkuhherden und warum Defensive hier oberstes Gebot ist
- Hütten-Knigge für Hundehalter: Wie man hundefreundliche Hütten findet und was es bei der Übernachtung zu beachten gilt
- Versicherungsschutz: Warum die Hunde-Bergeversicherung vom Alpenverein (12€/Jahr) so essenziell ist
Über den Gast:
Nadine Regel ist Journalistin und lebt in Garmisch-Partenkirchen.I hr Partner auf vier Pfoten, Ralfi, ist ein portugiesischer Podengo aus dem Tierschutz, der mittlerweile einen „siebten Sinn“ für die Berge entwickelt hat
Weiterführende Links & Buchtipp:
- Nadine Regel: „Mein Glück hat vier Pfoten“
- Versicherung für den Hund: Informationen zur Hundeberge-Versicherung des Alpenvereins (12 Euro/Jahr für Mitglieder)
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Das alpenverein basecamp wird unterstützt von der Generali.
Transkript anzeigen
00:00:00: In der Alpenüberquerung wollte ich schon sehr lange machen.
00:00:02: Und jetzt hab' ich wahrscheinlich einfach den richtigen Partner gefunden, Ralphie!
00:00:06: Ich habe ihn auch immer an der Leine weil er eben so ein krasser Jäger ist und das kann ich nicht verantworten.
00:00:11: Ich hab tausende Futter-Sorten, teuerstes Futterbio und sonst irgendwas alles ausprobiert und er hat es nicht verwertet.
00:00:18: Wenn jetzt Leute sagen ach ja so eine Alpenübergwährung das ist ja sowas total romantisches und da kann ich voll abschalten nein... Es kann sein dass sich dann auch mal fünf Kilo ähm halt am Stück nur allein Hundefutter schleppen muss, damit das passt.
00:00:32: Auf der Via Alpina haben wir jeden Tag Kuhherden getroffen und es ist nichts passiert.
00:00:36: Also man kann vorausschauend damit umgehen.
00:00:54: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von Der Generale
00:01:01: Liebsmann!
00:01:02: Mein heutiger Gast im Alpenverein Beskrem bis Nadine Riegel.
00:01:05: Sie hat im Herbst, zwanzigzehn, die Alpen überquert von München bis Verona, fünfhundert Kilometer, dreiundzwanzigtausend Höhenmeter, fünfzig Tage lang seilversicherte Passagen inklusive.
00:01:17: Das besondere daran?
00:01:19: Sie war nicht allein an ihrer Seite Ralfi.
00:01:22: Fünf Jahre alt, portugiesischer Potengo ursprünglich für die Hasenjagd gezüchtet und inzwischen wie Nadine sagt mit einem siebten Sinn für die Berge ausgestattet.
00:01:33: Und Nadine ist seither vom Wandern mit Hund, der dann getan, dass sie ein Buch darüber geschrieben hat, Vorträge hält ohne Hund gar nicht mehr in die Bergle gehen will und deswegen auch heute bei uns im Basecamp sitzt.
00:01:44: Nadinen willkommen!
00:01:46: Hallo, vielen Dank, dass ich dabei sein darf und tolle Vorstellungen.
00:01:49: Das trifft es total auf den Punkt?
00:01:51: Das freut mich.
00:01:52: Wir können weiter reden!
00:01:54: Du bist im Hauptberuf Journalistin, kommst aus Garmisch-Badenkirchen und beruflich wie Privat in den Bergen unterwegs.
00:02:01: Wie oft eigentlich?
00:02:02: Dass wir Vorstellung haben, wie oft du mit Ralfi deinem Hund auch unterwegs bist.
00:02:06: Ob der immer dabei ist...
00:02:08: Auf meinen Recherchereisen meinst du?
00:02:10: Also er ist auf jeden Fall so ... Also oft dabei, immer dann wenn ich halt in Europa unterwegs bin.
00:02:15: Wo er nicht in den Flugzeug steigen muss und mit mir irgendwo hinfliegen muss da ist er dabei weil mit Hund fliegen es schon relativ kompliziert.
00:02:24: aber wenn wir in Europa sind in den Bergen hier in den Alpen da ist auf jeden Fall fast immer dabei.
00:02:31: Und wir waren auch schon in Norwegen Wir waren in Frankreich Spanien überall schon zusammen unterwegs für Geschichten.
00:02:38: Wir wollen heute auch darüber reden, was gehört den Rucksack?
00:02:41: Wenn man zu zweit unterwegs ist und einer davon bellt.
00:02:43: Wie man sich verhält wenn Kühe im Spiel sind.
00:02:46: die Vorfälle sind nicht wenige Und natürlich wie beispielsweise so seilversicherte Passagen funktionieren mit Hund.
00:02:55: Ganz am Anfang du beschreibst deinen Hund dass er einen siebten Sinn für Berge hat.
00:03:01: Wie merkt man das?
00:03:03: Also ich habe ihn ja aus Portugal mitgebracht, sozusagen.
00:03:07: Ich hab ihn dort kennengelernt und da wusste ich nicht wie er so drauf ist was er gerne mag.
00:03:12: Er war schon zehn Monate alt und ich hatte gehofft dass er auch so abenteuerlich ist wie ich.
00:03:18: Und genau auf den ersten Touren habe ich schon gemerkt das er das total toll findet.
00:03:22: also wir haben natürlich sind erstmal einfach eingestiegen weil er noch relativ jung war und der Körper quasi auf so extreme Touren ausgelegt.
00:03:32: Der Bewegungs-Aberrat und genau dann habe ich gemerkt, dass er wusste irgendwann hat sich bei ihm auch eine Routine ergeben.
00:03:39: wir sind halt quasi mit dem Auto, meistens fahren wir zu den Bergen und wir sind ausgestiegen.
00:03:45: Und dann wusste er schon okay jetzt passiert was Besonderes?
00:03:50: Dann halt den ganzen Anstieg ist er auf jeden Fall super dabei und ist super aufgeregt und super motiviert!
00:03:56: Wenn man dann im Gipfel sind, fällt bei ihm auch so eine gewisse Anspannung ab.
00:04:01: Es ist natürlich meine Interpretation, aber man lernt ja den Hund auch kennen und kann ihn irgendwann einschätzen.
00:04:07: Und dann beim Abstieg geht er hinter mir und ist dann relativ entspannt und hat so das Gefühl okay unser Tageswerk ist abgeschlossen.
00:04:15: Genau!
00:04:16: Wie alt schlägst du vor sollte ein Hund sein dass man sowas macht?
00:04:19: Weil Du eben sagst am Anfang passt der Körperbau noch nicht zur Belastung.
00:04:25: was schlägest du davor?
00:04:26: Also das ist bei jedem Hund unterschiedlich.
00:04:28: Es kommt halt auf die Rasse oder auf die Größe des Hundes an, bei meinem Hund der wiegt jetzt so vierzehn Komma fünf Kilo und beziehungsweise es ein mittelgroßer Hund da war das also so.
00:04:40: einem Alter von einem Jahr eineinhalb Jahren kann man da auf jeden Fall schon aufbauen.
00:04:45: Bei größeren Hunden kann es auch länger dauern, dass sie erst mit zwei Jahren wirklich ausgewachsen sind.
00:04:50: Jetzt hast du natürlich nicht sofort mit ihm die Alpen überquert und diese fünfzig Tage am Stück absolviert.
00:04:56: Wie geht man das an?
00:04:57: Also man ist motiviert, man merkt der Hund ist motivierend, man mag selber.
00:05:00: ich möchte gern mit uns gehen.
00:05:02: wie geht mir das an?
00:05:03: dass es methodisch sinnvoll und vom Trainingsimpuls her auch leicht gesteuert wird.
00:05:11: also Genau, also ich hatte den Ralfi dann schon bald drei Jahre.
00:05:16: Ich hab ihn in zwanzig-zwanzig adoptiert.
00:05:18: die Alpenüberquerung haben wir zwanzigtreihenzwanzzig gemacht.
00:05:20: Der kommt aus dem Tierheim das können
00:05:22: wir auch machen.
00:05:23: Er kommt ausm Tierschutz und ausm Tierheim in Portugal wo ich ihn auch wirklich kennenlernen durfte.
00:05:28: Also genau, ich wusste dann irgendwann wer er ist und es hat irgendwie schon relativ bald zwischen uns gefunkt.
00:05:35: Hatte ich das Gefühl!
00:05:35: Also er war auch immer superfreudig als ich ihn dann wieder besucht habe.
00:05:42: Genau.
00:05:43: Also, wir hatten so schon ... Ich hatte natürlich überhaupt nicht im Hinterkopf ... Eine Alpenüberquerung mit ihm zu machen, das hat sich einfach mit der Zeit ergeben.
00:05:53: Also ich wollte einfach mit ihm eine gute Zeit haben und mit ihm wandern gehen.
00:05:56: Und es war natürlich auch super dass er das mochte.
00:05:59: Und dann irgendwann habe ich gemerkt wie viel Spaß es ihm auch macht und wie gut er sich im Gelände bewegt also auch im Fels.
00:06:06: Er ist wirklich sehr bergfest geworden durch die ganze Training.
00:06:10: Wir waren jedes Wochenende in den Bergen noch in München gewohnt.
00:06:14: In der Anfangszeit, jetzt bin ich nach Garmisch gezogen und wir waren trotzdem jedes Wochenende in den Bergen und haben das Niveau der Touren auch immer erhöht weil ich wollte ja wissen was kann ich ihm zumuten?
00:06:25: Und das kann ich auch händeln also muss ja auch die ... Ich muss Routen gehen, die ich selber gut bewältigen kann, sehr gut bewälten kann damit ich noch die Kapazitäten für ihn habe und ihn anleiten kann.
00:06:39: Und dann sind wir halt auch im Kaisergebirge zum Beispiel anspruchsvollere Touren gegangen.
00:06:43: Dann hatte ich so das Gefühl, krass!
00:06:46: In der Alpenüberquerung wollte ich schon sehr lange machen und jetzt habe ich wahrscheinlich einfach den richtigen Partner gefunden – Ralfi!
00:06:53: Das war dann wie eine Eingabe.
00:06:55: Ich glaube es war wirklich so.
00:06:58: ein Moment in dem sich bei mir diese Erkenntnis ergeben hat….
00:07:03: auch der richtige Zeitpunkt ist, dass er kräftig genug ist.
00:07:06: Dass er wirklich geländefest ist und dann habe ich aber auch Tages ... Also nicht nur Tagestouren sondern auch mal mehr Tagestourn mit ihm gemacht weil ich wollte natürlich auch wissen wie gut er in Hütten zurecht kommt und ob er auch zur Ruhe kommt also ob er einfach an einer Hüte dann auch übernachten kann schlafen kann Weil Regeneration ist natürlich sehr wichtig auf so längeren Touren Und das konnte er ja auch.
00:07:29: Ich hab total Glück mit ihm Das wusste ich natürlich nicht.
00:07:33: Wenn ich Ihnen in irgendein Zimmer gebe, dann ruht er sich aus.
00:07:37: Er schläft an.
00:07:37: Ich kann ihn auch alleine lassen und er schläft quasi von dem Zeitpunkt an wo wir irgendwo ankommen, wo er zur Ruhe finden kann, schlägt er bis zum nächsten Morgen so.
00:07:46: Und das ist natürlich perfekt weil er es sich dann auch regeneriert.
00:07:50: Zur Hütte kommen gleich noch.
00:07:51: aber was ist der Vorteil mit einem Hund zu gehen und auf den Menschen zu verzichten?
00:07:59: Ja, das kann man gar nicht so leicht beantworten.
00:08:01: Vor allem kann man es nicht verallgemeinern – das ist natürlich jetzt super individuell!
00:08:05: Ich bin früher eigentlich nur mit Menschen gegangen, also selten oder gar nicht alleine.
00:08:09: Ich bin zwar viel alleine gereist aber in den Bergen dachte ich immer okay, das hat auch einen Sicherheitsvorteil wenn man nicht allein unterwegs ist.
00:08:18: Dann hab ich gemerkt, dass es mir schon sehr gut gefällt alleine unterwegs zu sein.
00:08:22: Weil ich dann alles viel bewusster wahrnehme und mit Hund nehm' ich auch noch mal seine Wahrnehmung mit auf.
00:08:29: also weil er sieht ja jede Garmes oder er riecht jedes Tier alles was so rumläuft und rumfliegt und so.
00:08:36: Und ich habe das Gefühl, dass sich meinen Wahrneemungsbereich durch ihn auch nochmal erweitert hat und ist halt total schön.
00:08:42: Wir sind wirklich jetzt ein Team geworden in den Bergen.
00:08:47: Ich kann mich super auf ihn verlassen, und er kann sich auf mich verlassen.
00:08:50: Und das ist irgendwie eine Partnerschaft, die eigentlich gar keine Worte in dem Sinne braucht.
00:08:56: Ähm ... Ja!
00:08:58: Aber stresst
00:08:59: es dich auch?
00:09:00: Also gerade wenn ein Gemse wittert.
00:09:01: Er ist auf Hasenjagd gezüchtet.
00:09:04: Da ist man ja ständig auch ein bisschen in der Anspannung.
00:09:07: Das stimmt.
00:09:08: Gibt's da mal jetzt aus?
00:09:09: Geht er durch?
00:09:10: Das stimmt also... Einerseits ist es natürlich schön, weil wahrscheinlich würde ich irgendwie eine Garmes- oder einen Steinbock gar nicht sehen.
00:09:17: Wenn er das nicht anzeigen würde... Andererseits nervt's auch.
00:09:20: Gerade Murmeltiere, das ist für ihn so ein Hassobjekt.
00:09:25: Klar dann geht da in die Leine!
00:09:26: Ich hab ihn immer an der Leine, weil er eben so'n krasser Jäger ist und das kann ich nicht verantworten.
00:09:30: Also er ist wirklich... Die ganze
00:09:31: Zeit?
00:09:32: Auch wenn du exponiert unterwegs bist, er ist immer an einer Leine?
00:09:35: Er ist ja immer an meiner Leine.
00:09:37: Genau, das is für mich total wichtig.
00:09:40: Halt aus verschiedenen Gründen natürlich.
00:09:41: Also Leine, Reifi braucht schon die Orientierung der Leine.
00:09:46: also Leine ist jetzt.
00:09:47: viele würden sagen es ist ein Gefängnis.
00:09:48: aber im Grunde gibt das hunde die diese Orientierung an der leine brauchen weil wenn Reifi ohne Leine isst dann dreht er frei und dann jagt er und jagt allem hinterher was sich bewegt.
00:09:59: und wenn ich ihn halt eingrenze dann fühlt er sich also halt Fühl ich auf jeden Fall, dass ich ihn gut unter Kontrolle habe und er fühlt sich aber auch nicht besonders eingeschränkt.
00:10:08: Das ist eigentlich eine gute Situation, diese Leidensituation.
00:10:11: Und gerade in den Bergen gibt es viele Möglichkeiten, dass der Hund was passieren kann, wenn er unkontrolliert durch die Gegend rennt.
00:10:18: Er kann ja auch abstürzen.
00:10:20: Es gibt viele Unfälle, also immer mehr.
00:10:22: Das beobachte ich meiner Bubble sozusagen.
00:10:24: Dass immer mehr Hunde abstürzten oder verloren gehen Ja, weil sie vielleicht das Gelände oder wenn Sie in dem Jagdmodus sind, dann reflektieren die auch nicht mehr genau wo sie hinrennen.
00:10:37: Und dann kommen sie in Situationen, wo sie sich gar nicht mal selber raus retten können und genau.
00:10:42: Das ist halt ein Aspekt.
00:10:43: Dann ist es natürlich auch für Wild- und Weidetiere.
00:10:46: Es ist ganz wichtig dass die Hunde einfach nicht einfach los rennen und ihr eigenes Ding machen sondern dass man da auch eine gewisse Verantwortung hat diesen Tieren gegenüber als Hunde Halterin.
00:10:57: Und dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, dass Hunde andere Menschen verängstigen und sie können auch Steinschlag auslösen.
00:11:05: Wenn Sie jetzt zum Beispiel in irgendeinen K-Oberhalb des Wanderweges reinsprinden, dann könnt ihr ja auch Steinschlag auslöschen genauso wie jetzt nicht ganz auch.
00:11:13: Gämsel kann man nicht kontrollieren, aber natürlich den Hund.
00:11:17: Also es gibt Tausende Gründe da einfach auf Nummer sicher zu gehen.
00:11:20: Aber klar wenn das Gelände übersichtlich ist und der Hund wirklich hört also wirklich wirklich nicht nur eigentlich sondern wirklich denn es ist total in Ordnung.
00:11:27: aber ja sobald der Hund nicht kontrollierbar ist würde ich echt aufpassen.
00:11:32: Das
00:11:33: ist ja rational total einleuchtend.
00:11:35: jetzt gehen wir halt spazieren und triff Hundehalter die haben den Hund von alleine Obwohl sie wissen, warum es eigentlich sinnvoll ist aus einem Grund.
00:11:44: Sie wollen sich den Stress nicht antun.
00:11:47: Das heißt du bist ja deswegen auch ein bisschen mehr in der Belastung wenn er ständig an der Leine sein muss.
00:11:53: aber das ist für dich auf der emotionalen Ebene verkraftbar diese ständige Zusatzbelastung alleine zu haben schon weil viele lassen den Hund genau deswegen frei obwohl es tausend Gründe gibt dass es sinnvoll hässlich angeleitet ist.
00:12:06: Ja es ist ein interessanter Aspekt Also finde ich sehr interessant.
00:12:11: Also klar, also ich bin auf jeden Fall oft sehr unter Druck oder in der Anspannung weil ich halt auch alles so abscane, weil ich ja weiß worauf er reagieren könnte und so weiter.
00:12:22: aber für mich ist das auf jeden fall besser zu handeln diese Anspanungen als wenn davon ausgehen könnte, wenn ich ihn alleine lasse.
00:12:31: Es passiert ihm etwas was sich nicht kontrollieren kann oder andere werden davon sehr negativ betroffen.
00:12:37: also Ich habe wirklich ein krasses Verantwortungsgefühl einfach auch wild und weidet hier gegenüber weil da einfach auch viel passiert.
00:12:44: Also ich hab zum Beispiel schon Leute gesehen die ihren Hund frei laufen lassen Und dann haben die Hunde Moor mit Tieren gejagt und die leute haben darüber gelacht und dann dachte ich mir es kann nicht euer ernst sein.
00:12:55: Also ich finde das wirklich nicht so toll.
00:12:58: Und gerade der Alpenraum jetzt insbesondere, der ist ja auch schon relativ überlastet.
00:13:02: also da wo es auch gut erschlossen ist und sind so viele Menschen die wandern, die klettern, die kommen mit dem Fahrrad, mit dem E-Bike sonst was.
00:13:11: und dann kommen wir jetzt noch Hunde mit Hunderhalterinnen sozusagen dazu.
00:13:16: Ich glaube wir müssen alle Rücksicht aufeinander nehmen und deswegen... Also ich plädiere dafür sehr streng.
00:13:27: Aber wenn den Hund wirklich hört und die Situation übersichtlich ist, dann finde ich das natürlich schon okay.
00:13:32: also aber mein Hund hört halt einfach nicht weil er ist einfach so krass von Außenreizen gesteuert dass es für mich einfach die bessere Wahl ist.
00:13:40: Aber setzt wirklich Empathievermögen voraus?
00:13:43: Also um so eine Sicht der Dinge zu haben muss sich mir klar werden was es für einen anderen bedeutet wenn der Hund jetzt frei wäre oder was es Wenn ich ständig nur bei mir bin, wäre es einfacher in von alleine zu lassen.
00:13:57: Also ich setze schon ein verantwortungsbewusstes grundsätzliches Denken voraus?
00:14:01: Ja auf jeden Fall!
00:14:05: Ich finde also halt diesen Schritt zu gehen und zu sagen ja ich möchte nicht das Murmeltiere gejagt werden dass ist natürlich sehr viel Empathie oder Reflektionsvermögen aus Voraus, aber wenigstens zu denken ich möchte nicht dass meinem Hund etwas passiert.
00:14:22: Man kann bei einem Hund das ist meine Meinung nicht voraussetzen weil er jetzt vier Beine hat sozusagen dass er sich halt automatisch im Gelände gut bewegen kann.
00:14:34: Er fordert auch Training.
00:14:35: Genauso wie beim Menschenhunde müssen Konditionen aufbauen, Kraft aber auch Ballons einfach diese Möglichkeit oder diese Fähigkeit sich im Gelände, auch im exponierten Gelände gut zu bewegen.
00:14:48: Das habe ich bei Ralph jetzt auch beobachtet also in den ganzen Jahren der sehr Anfangs schon Respekt hatte.
00:14:53: Also er hat immer geguckt und ... musste sich halt auch bei mir absichern, hat mich auch noch mal angeschaut.
00:14:59: Ja soll ich jetzt gehen?
00:15:00: Und dann hatte ich schon das Gefühl dass er so ein bisschen am Banken ist und es auch gruselig fand.
00:15:05: aber jetzt ist es nicht mehr so.
00:15:06: also jetzt bewegt es sich wirklich sehr gut im Gelände weil er sich daran gewöhnt hat und halt auch diese Exponiertheit gut aushalten kann.
00:15:15: Wie lange ist diese Leine mit der du gehst?
00:15:18: Weil du hast ja teilweise Kletterpassagen mit dabei für Hunde eben auch.
00:15:23: wie lang ist die Leine?
00:15:24: Also ich habe verschiedene Leinen.
00:15:26: Ich hab zum Beispiel eine ganz lange Leine, so ne Schleppleine und die kann ich halt einsetzen im offenen Gelände Und dann hab' ich noch ne kurze Leine So zwei Meter Die ich halt dann variiere.
00:15:40: Wichtig ist also wichtiger als die Leine oder auch wichtig ist das Geschirr.
00:15:46: Genauso Ralfi hat ein Halsband dran und geschirr Das Geschirrer hat halt noch so nen Haltegriff Wenn irgendwie mal schwierige Passagen sind mal hoch oder runter heben.
00:15:56: Und die Leine, die ist so um die zwei Meter... Also die Leinen, die ich halt in schwierigen Gelände habe.
00:16:03: und ja genau, dann ist halt treifig ganz nah bei mir unter dem schwierigen Gerände auch meine Vorgäber, dass er hinter mir geht.
00:16:11: Ich lass ihn nicht vorausgehen weil ich bin die Verantwortungsträgerin und er läuft mir hinterher und ich suche für uns den Weg.
00:16:20: Wie schaut es damit Verletzungen aus?
00:16:22: Oder anders gefragt, wenn eine Verletzung auftritt.
00:16:25: Was machst du?
00:16:27: Weil gerade zu spitze Felskanten und so weiter das ist ja auch bei einem trainierten Hund ein hohe Verletztungsgefahr.
00:16:35: Ja, das ist auch ein sehr wichtiger Punkt.
00:16:37: Also Pfoten sind sowieso das Sensibelste dann beim Hund wenn man unterwegs ist weil die haben ja keine Schuhe an.
00:16:43: also klar man kann es gibt auch schuhe hundeschuhe Ralfi mag das aber nicht.
00:16:48: Es gibt Leute die das präventiv anziehen also wirklich so richtige kleine Schüchen teilweise sogar mit Profil und Dann schützt man die Ballen.
00:16:57: Ich glaube, da geht sehr viel Cript verloren.
00:16:59: Also der Hund Ralfi nutzt seine Krallen auch sehr.
00:17:01: beim Klettern sind seine Kralen wirklich stark mit dem Einsatz.
00:17:06: was ich halt mache ist also einerseits ist deswegen auch Training so wichtig, also den Hund immer wieder an verschiedenen Geländeformen auszusetzen.
00:17:15: Dass die Pfoten eine gewisse Stabilität erlangen und viel im Geröll gehen, im felsigen Gelände vorbereitend auf ne lange Tour, dass immer wieder Trainierende, dass die Pfote halt widerstandsfähiger werden und ich creme sie mit Vaseline
00:17:32: ein.".
00:17:32: Oder es gibt verschiedene Creme, ich nehme Vaseline.
00:17:35: Genau und das macht die Foten schön geschmeidig.
00:17:38: Also immer abends die Fote nochmal einkreben und auch die Foto natürlich kontrollieren ob sich vielleicht irgendwelche kleineren Verletzungen ergeben haben oder nicht?
00:17:47: Oder genau dann natürlich auch reagieren und eine Pause mal einlegen.
00:17:51: Pausentag wenn man merkt dass die Fotos vielleicht in den Mitleidenschaft gezogen sind.
00:17:55: auf keinen Fall das überstrapazieren weil die Fotos tut einfach unfassbar weh.
00:18:01: also Wenn der Hund an der Pfote eine Verletzung hat, kann man nicht weitergehen.
00:18:06: Dann muss man unbedingt das abheilen lassen und dann darf es eigentlich gar nicht erst so weit kommen lassen.
00:18:11: Aber das ist eben auch genau das.
00:18:13: Bevor man so ne ganz lange Tour macht, muss man den Hund einfach in allen Facetten kennen und wissen was man ihm zumuten kann und seinen Pfoten.
00:18:21: Genau!
00:18:22: Wenn er Verletzungen auftritt?
00:18:24: Das eine Pause bei Pfoten... Was machst du sonst?
00:18:29: oder hast Du schon nochmal eine gröbere Verletzung gehabt beim
00:18:31: Hund?
00:18:33: Ralfi hatte noch keine Verletzungen.
00:18:35: Teutäuteu muss man sagen, genau.
00:18:38: aber das ist natürlich ein großes Thema vor allem wenn man jetzt auch alleine unterwegs ist wie ich mit Hund.
00:18:44: also einerseits habe Ich eine Versicherung abgeschlossen aus Deutschland beim LRV, aber das hat doch der ÖRV so eine Hunde-Bergeversicherung.
00:18:52: Das ist total toll!
00:18:54: Weil dann auch Hunde geborgen werden.
00:18:56: also wenn dem Hund doch mal was passieren sollte und ich kann ihn nicht bergen selber bergen nicht heraustragen aus der Situation Dann springt sogar auch einen Heli ein für die Rettung weil ich eben die Versicherungen habe.
00:19:08: das würde ich allen nur ans Herz legen.
00:19:11: Ich hab danach geschaut dass gar nicht so teuer.
00:19:13: Also
00:19:14: ich muss glaube Alpenvereinsmitglied sein?
00:19:18: günstige Paket zu haben.
00:19:19: Ich glaube, bei uns in Österreich sind es
00:19:21: zwölf Jahre runter.
00:19:22: Ja, in
00:19:24: Deutschland
00:19:24: auch.
00:19:24: Im Jahr.
00:19:25: Genau!
00:19:27: Wir geben sie mal auf jeden Fall... weil das hat mich auch überrascht, wir geben sie die Shownotes, die Infos, falls es jetzt nicht schimpft.
00:19:32: Aber das ist kostennutzend technisch interessant?
00:19:37: Ja voll.
00:19:38: Also das würde ich auf jeden fall abschließen, weil ja dass man im Fall der Fälle auch dass der Hund geborgen wird.
00:19:46: Und für diesen Preis, ich finde ja generell die Versicherung der Alpenvereine sind einfach super wichtig das man das hat wenn man in die Berge geht.
00:19:56: aber natürlich ist nicht so eine Vollkasko-Mentalität jetzt kann ich was riskieren sondern einfach nur okay das ist mein Backup.
00:20:03: also vor allem wenn man alleine unterwegs ist es ein sehr essenzielles Back up.
00:20:08: genau.
00:20:09: Hast du jetzt Verbandsmaterial auch extra dabei?
00:20:12: Genau.
00:20:12: Ich habe halt erste Hilfe, also ein ganz normales erste Hilfeset und genau das kann man für den Hund eben auch mit anwenden.
00:20:22: Wie schaut's mit Futter aus?
00:20:24: Das stelle ich mir logistisch schon in der Vorbereitung anspruchsvoll vor weil du planst dir nicht nur deinen Ernährungsplan, den Planen und wahrscheinlich auch Futter mitnehmen.
00:20:35: In deinem Buch, da ist ja ein Buch über diese Alpenüberquerung geschrieben, steht dir auch du hast sie an gewisse Orte schicken lassen bzw.
00:20:41: er hat bewusst einen Futter gewählt was in anderen Ländern auch erhältlich ist?
00:20:48: Wie geht so eine Futterplanung?
00:20:50: Genau.
00:20:51: also das ist natürlich für mich echt ein großes Ding weil Ralphie sehr schlechter Fresser ist und er verträgt auch irgendwie kaum etwas.
00:21:01: Und ich hatte damals bei der Alpenüberquerung, hatte ich ein Futter.
00:21:04: Dass es wirklich überall in Europa zu kaufen gibt.
00:21:06: Ich habe das in Norwegen bekommen, in Frankreich überall, Spanien sonst wo... Hast
00:21:11: du es deswegen auch gefüttert?
00:21:13: Nee!
00:21:13: Das war einfach ein Zufall.
00:21:14: Es ist ein Futer gewesen, dass er endlich mal vertragen hat.
00:21:18: Ich hab Tausende Futter, so hatten teuerstes Futter Bio und sonst irgendwas alles ausprobiert und er hat das nicht verwertet.
00:21:24: Er hat viel gefressen aber ... es ist nichts hängen geblieben, er wartet halt dünn.
00:21:28: Und das Futter hat er gut verwerten können Und es war einfach ein Zufall.
00:21:34: Deswegen konnte ich auf der Alpenüberquerung immer so planen, dass ich das nachgekauft habe.
00:21:38: Ich bin in München gestartet und dann in Österreich gab's das und in Südtirol eben auch und dann auch in Italien.
00:21:47: Also ich differenziere da!
00:21:51: Deswegen, das war überhaupt kein Problem.
00:21:53: Aber wir haben umgestellt ... Ich hab einen Futter gefunden, dass Qualitativ super hochwertig ist.
00:21:59: Dass er auch verträgt.
00:22:00: aber das kann ich nicht überall kaufen.
00:22:02: und jetzt sind wir ja bald wieder auf einer, also diesmal auf eine richtig langen Tour unterwegs Und da muss ich mir das Futter dann vorausschicken lassen.
00:22:11: Da habe ich zum Glück Menschen gefunden, meine Eltern.
00:22:15: Die mich da unterstützen und mir das Futter immer schicken.
00:22:17: Das ist aber eine Mammutaufgabe, das zu organisieren.
00:22:23: Wir sind mit dem Zelt unterwegs.
00:22:25: Es kann sein, dass ich dann auch mal fünf Kilo ... halt am Stück nur allein Hundefutter schleppen muss, damit das passt.
00:22:32: Also von den Distanzen und dem wieder auffüllen... Fünf Kilo
00:22:37: Hundefutter.
00:22:38: Das ist jetzt so meine Vorstellung.
00:22:39: mal gucken!
00:22:40: Es ist natürlich ein Experiment und ich werde es dann unterwegs sehen wie sich das alles ausgeht.
00:22:46: aber es kann passieren.
00:22:48: Bei Ralphie kann man auch alles ausrechnen, wie viel ein Hund wirklich braucht und so.
00:22:53: Und Ralphie mit seinen Mit dem Energiewert des Fütters, was ich jetzt gerade füttere, braucht er so vierhundert Gramm am Tag.
00:23:00: Also bei mittlerer Belastung und ich glaube es wird sich erhöhen weil das ist beim Menschen habe ich... also ich hab das bei meinen Trekkingtouren auch gemerkt dass irgendwann nicht immer und immer mehr brauchte an Nahrung oder an Kalorien und so wird's beim Hund auch sein.
00:23:15: Wir sind jetzt quasi dann dreitausend Kilometer unterwegs, das ist der Plan Und ich denke das wir beide immer mehr brauchen um irgendwie satt zu werden.
00:23:26: Und jetzt hast du quasi fünf Kilo Hundefutter mit dabei, wenn es die Eltern nicht nachschicken.
00:23:31: Wasser!
00:23:33: Wie viel
00:23:33: und
00:23:34: wann?
00:23:35: Das ist ganz abhängig von der Region.
00:23:37: natürlich also... Ich muss immer vorausschauen, wo es Wasserkwellen gibt.
00:23:43: Also sichere Wasserquellen und so weiter und wie ich auffüllen kann.
00:23:46: Das planst
00:23:47: du davor?
00:23:47: Genau jeden Tag werde ich halt die Strecke mir anschauen mache ich sowieso.
00:23:51: also ich weiß eigentlich immer jeden Tag was kommt.
00:23:57: das kann man ja also ist normal.
00:23:58: ich will auch als Mensch wissen was mich erwartet und wenn ein Hund dabei ist will ich noch mehr wissen weil weil ich hier wissen ob ich diese Strecke mit Hund bewältigen kann oder nicht, ob ich eine Umgehung einbauen muss.
00:24:12: Ich orientiere mich an der Schweizer Scala, Wanderskala oder Alpine-Wanderskale, die in Schwierigkeiten von Tee Eins bis Tee Sechs unterteilt oder einteilt weil das super ausdifferenziert ist also nicht nur blau-, rot-, schwarz... Sag mir ehrlich gesagt gar nichts, weil wir fast nur auf Schwarzenwegen unterwegs sind.
00:24:33: Also oft und dann muss ich wissen was sich hinter diesen schwarzen Wegen wirklich verbirgt.
00:24:38: und wir schaffen bis T-III also Schwierigkeit T-II und wenn ich weiß okay auf der Strecke.
00:24:44: es sind hier drei Stellen.
00:24:46: dann schaue ich mir die auch noch mal an.
00:24:47: also ob das wirklich geht.
00:24:49: Und ich muss also dass meine Maxime ist immer Ich muss es wirklich ohne Probleme beherrschen und Dann kann ich auch noch den Hund mitnehmen Ich bin ja alleine.
00:24:58: Also ich habe überhaupt keinen Backup und ich hab die Verantwortung für uns beide, und dann noch einen super schweren Rucksack.
00:25:04: Das darf man auch nicht unterschätzen – das hab' ich aber bei der Alpenwirkwerbung gemacht.
00:25:08: Also mein Rucksacks war relativ schwer, aber er hat so eine krasse Auswirkung auf das Balancegefühl.
00:25:13: Genau!
00:25:14: Und das muss man auch mit einrechnen.
00:25:15: Da wird in der Tee-Drei-Stelle auch nochmal schwieriger...
00:25:18: Kurze Zwischenfrage, warum tust du das an?
00:25:22: Es ist ein richtiger Zusatzmental und physical load.
00:25:28: Also ich tue mir das an weil ich wahrscheinlich auch in der eigene Alpenüberquerung oder langes Wanderprojekt angehen würde.
00:25:35: also... Ich bin schon abenteuerlich, weil ich mir so was jetzt zutraue und weiß, dass viele unvorhergesehene Dinge passieren können.
00:25:44: Aber trotzdem das, was sich vorausplanend absehen kann ... Das will ich einfach wissen.
00:25:52: Ich will wissen, was das für Wege sind.
00:25:56: Wenn Leute sagen, eine Alpenüberquerung ist so was total romantisches und da kann ich voll abschalten?
00:26:01: Nein!
00:26:02: Klar, weil es ganz einfachern vielleicht schon.
00:26:04: Aber wenn man anspruchsvoll unterwegs ist, ob mit oder ohne Hund ... Es ist extrem mentale Arbeit.
00:26:12: aber ich finde das sehr cool.
00:26:14: Mir macht das unglaublich viel Spaß.
00:26:16: Aber eben das muss man in der Vorbereitung auch einkalkulieren, da gehen ja Wochen drauf.
00:26:21: Das ist ja fast ein Beruf!
00:26:24: Ja es ist ja auch mein Beruf.
00:26:25: witzigerweise aber klar.
00:26:29: ich meine da ich ja auch viel über Sicherheitsthemen schreibe und halt eben auch Wanderexpertin bin... schon auch so in meiner Kommunikation, dass ich auch noch mal ein bisschen strenger bin mit allem.
00:26:41: Weil man weiß ja also ... Ich wohne ja direkt an der Zugspitze und ich seh dann ... Ich guck dann zur Zugspitzel, sehe die Wetterentwicklung Und dann kommt irgendwie so'n krasses Gewitter an was natürlich auf volle Kanne vorausgesagt ist.
00:26:54: Und am nächsten ... Dann denke ich mir hoffentlich sind da nicht wieder irgendwelche Leute in den Bergen oder da an der Zugspitze unterwegs.
00:27:01: Und dann irgendwie am nächsten Tag lese ich das die Bergwacht irgendwie wieder acht Leute irgendwo retten musste.
00:27:06: Und dann denke ich mir, Leute ihr müsst wissen was ihr tut und ihr müsst das alles halt auf dem Schirm haben.
00:27:12: Deswegen bin auch meine Kommunikation einfach strenger damit die Leute nicht denken ach Lissé Faire passt schon sondern nein!
00:27:19: Ich finde es ist total wichtig immer Bescheid zu wissen gerade in den Alpen Einerseits aus eigenem Nutz sozusagen, aber natürlich auch wieder Verantwortung.
00:27:28: Willst du eine Bergkretterin in Gefahr bringen nur weil du nicht ordentlich geplant hast?
00:27:34: Nein!
00:27:35: Wo wirkt dann bei dir dieses Freiheitsgefühl für das was ihr hauptsächlich
00:27:40: macht?!
00:27:42: Also deine Fragen sind echt super.
00:27:45: Mein Freiheitsgefühl ist, dass ich liebe einfach in der Tour.
00:27:49: Ich liebe es einfach draußen zu sein und ich kann eigentlich mein ganzes Leben draußen verbringen.
00:27:53: deswegen freue ich mich jetzt so sehr auch auf die neue Tour weil wir da eben auch zählten.
00:27:58: das freiheitsgefühle oder das Gefühl was mich Erhält oder was mir so viel gibt ist, dass ich halt so eigenverantwortlich unterwegs bin und halt in den Bergen respektvoll mich bewege und sogar noch mit Hund.
00:28:10: Und wir schaffen das!
00:28:11: Also meine Planung teutäu-täu geht also ist bisher aufgegangen und wir konnten es bewältigen und das finde ich einfach... Das macht mich unglaublich glücklich, dass sich mich halt im Gefahrenraum sicher bewegen kann weil ich halt proaktiv und in der Vorbereitung schon vieles versuche auszuschließen.
00:28:30: Ich mein jetzt auf der oder Gewitter sind ja immer ein großes Thema, da bin ich halt super defensiv.
00:28:36: Das wird jetzt bei der nächsten Tour die auch übrigens durch die Berge geführt.
00:28:40: Ich darf leider noch nicht sagen wo genau aber es sind halt drei tausend Kilometer, hundertdreißigtausend Höhenmeter also super bergig und gebürgig Also auch anspruchsvoll Und Genau und Da ist halt einfach.
00:28:55: Es ist einfach unglaublich schön zu wissen dass das ist halt unser Projekt ist und wir planen das von vorne bis hinten einfach durch.
00:29:04: Und hoffentlich klappt es auch, also bei Gewitter ist natürlich halt immer diese, klar man kann es voraussehen aber gerade im Hochsommer können sich ja Gewitterzellen auch überall dann bilden.
00:29:14: Also man kann das nicht wirklich auf einen Punkt korrekt hervorhersagen sondern die Gewitterzelle kann er dann am Ende in einem größeren Gebiet auftreten.
00:29:24: Und deswegen, also davor habe ich halt echt richtig Bammel und da werde ich auch super defensiv sein.
00:29:29: Aber Gewitter ist somit für mich die größte Gefahr.
00:29:32: Also das ist das.
00:29:34: Wege
00:29:34: usw.,
00:29:34: kann ich halt klären was für Schwierigkeiten kommen aber Gewitter... Das ist für mich so eine große Unbekannte.
00:29:43: Ja!
00:29:43: Aber ich merke du liebst Aufgaben zu erledigen.
00:29:46: Also dir Aufgaben zustellen und dir auch zu erfüllen.
00:29:50: Da geht das Herz auf dann?
00:29:51: Ja schon.
00:29:52: Auf jeden Fall, ich liebe Projekte einfach.
00:29:54: Mein ganzes Leben reinsicht immer wieder an Projekten.
00:29:58: Das ist mein Lebensinhalt.
00:30:01: Ich liebe es ... Ich plan teilweise schon das nächste Projekt, wenn ich noch in einem Projekt drin bin.
00:30:06: Also nicht weil ich mich selber unter Druck setzen will sondern weil das meine Leidenschaft ist Dinge zu planen umzusetzen und dann zu sehen dass es halt auch funktioniert.
00:30:14: also ich finde man spürt da eine extrem große Selbstwirksamkeit.
00:30:20: Ich kann nur wirklich jedem und jeder auch empfehlen, mal alleine unterwegs zu sein.
00:30:24: Also in einem Raum wo man sich wirklich sicher oder komfortabel fühlt sozusagen.
00:30:29: Man soll natürlich nicht das Risiko herausfordern aber wenn man auf einer Wanderung einfach mal alleine unterwegs ist oder alleine mit Hund dann... Danach fühlt man sich irgendwie so stark und selbstbewusst, weil man hat das alleine gemanagt.
00:30:42: Und das finde ich eigentlich das Besondere dieses Allein-Managen von Gefahren sozusagen in dem Sinne im
00:30:49: Risiko.".
00:30:51: Der Podcast des österreichischen Alpenwarens – In Zusammenarbeit mit der Generale.
00:30:58: Da kommen jetzt noch zu zwei wesentlichen Punkten.
00:31:01: Der erste Punkt ist Hütte!
00:31:02: Weil du bist viel unterwegs, du bist auch dann viel auf Hütten wenn es nicht das Zelt ist Ist man da willkommen mit Hund?
00:31:10: oder was gilt es dazu beachten?
00:31:13: Also, also man muss ziemlich viel beachten.
00:31:16: Auf jeden Fall...also das spielt wieder ganz stark dieses Thema.
00:31:19: Respekt mit rein und Verantwortung auf verschiedenen Ebenen.
00:31:25: Man muss auf jeden Fall früh genug recherchieren welche Hüttenhunde erlauben, also nicht alle Hütte erlaubenhunde insbesondere die Hüttes.
00:31:34: in denen wo man nur in Lagern übernachten kann, sind Hunde eher nicht erlaubt.
00:31:40: Weil Hunde soll nicht mit ins Lager.
00:31:43: Wenn viele Leute zusammenkommen oder im Lager ist ein Hund einfach eins zu viel.
00:31:49: Dann gibt es die Möglichkeit immer noch in Winterräumen zu schlafen.
00:31:52: Das finde ich am coolsten weil dann ist man alleine und hat einen ganzen Raum quasi für sich So einen Hüttenfeeling eigentlich.
00:32:01: Das ist halt die eine Möglichkeit, dass man eben in Winterräume übernachtet.
00:32:04: und dann gibt es noch die Möglichkeit das Hütte auch Einzel- oder Doppelzimmer haben.
00:32:09: Das habe ich jetzt in Südtirol ganz oft gehabt.
00:32:12: Die Hüttes sind so konzipiert.
00:32:17: reservieren, Hütten wird und Wirtinnen reservieren dann wirklich Hundezimmer.
00:32:21: Sie nennen sich dann quasi Hundezimmers und dann muss man natürlich früh genug dran sein dass man genau dieses eine oder diese zwei Zimmer für sich halt auch reserviert.
00:32:28: also frühzeitig recherchieren, frühzeitig buchen den Hund immer mit anmelden nicht einfach voraussetzen ach ja hunde sind erlaubt dann bringe ich denn einfach mit nein die Leute müssen einfach wissen da kommt ein Hund mit damit sie eben die entsprechenden Räume frei halten können.
00:32:45: dann ist natürlich auch wichtig, dass der Hund sich einfach ein bisschen ordentlich benehmen kann.
00:32:50: Dass er nicht irgendwie die ganze Hütte zusammenbällt und das er gut vielleicht alleine bleiben kann.
00:32:55: Oft dürfen Hunde halt nicht mit in den Speisesaal, also in die Stuben.
00:32:59: da muss man halt schauen, dass es der Hund wirklich schafft allein auf dem Zimmer zu bleiben.
00:33:03: Also Ralphie kann das zum Glück?
00:33:05: Ich meine, reagiert schon auch auf extreme Geräusche aber irgendwann ist er auch so müde, dass er dann einfach pennt.
00:33:12: Genau!
00:33:13: Und dann ... In Südtirol, ich hatte einfach so ein Erlebnis.
00:33:16: Ich war mit dem Ralf auf einer längeren Wanderung.
00:33:19: und war auf eine Südtiroler Hütte.
00:33:22: Und hab mit der Wirtin geredet, wie sie so das wahrnimmt die Entwicklung mit Hunden und so.
00:33:25: Dann hat sich schon gesagt ja es ist teilweise schon grenzwertig da war wirklich halt ein Mensch mit Hund bei ihr... Sie hat zu beobachtet dass der Hund einfach auf die Terrasse gemacht hat gekackt hat.
00:33:37: Und dann hat sie so gesagt was soll das?
00:33:39: Und hatte gesagt Vögel kacken doch auch auf die terrasse und hat das einfach stehen lassen.
00:33:44: Solche Sachen passieren halt.
00:33:45: also es sind jetzt bestimmten extremen Beispiel.
00:33:47: aber ich finde Also der erschlossene Alpenraum ist ja einfach schon eben so überlastet und dann einfach halt sich ordentlich verhalten, ein bisschen Menschenverstand mit anwenden.
00:34:03: Und nicht die Kackhaufende einfach irgendwie an der Hütte liegen lassen.
00:34:09: Einfach wirklich verantwortlich.
00:34:11: So wie man den Raum ... Die Hütte oder den Raum um die Hütter herum, wenn man ordentlich und sauber erleben.
00:34:19: Also werde ich auch meinen Teil dazu beitragen ist, dass der Raum ordentlich unzauber bleibt und das Menschen nicht belästigt werden durch mein Hund.
00:34:26: also eigentlich so das ganz normale.
00:34:28: Aber es gibt einfach Leute, die das ganze normale irgendwie nicht mehr so Intus haben.
00:34:35: Es gibt ja eine gewisse Arroganz sich immer mehr zeigt.
00:34:39: Also jetzt auch ohne Hund, dass Leute auch krasse Anforderungen dann an das Menü haben oder sonst was?
00:34:44: Oder eine Dusche wollen und so... Das sind halt so Entwicklungen die ich halt echt ein bisschen schwierig sehe.
00:34:50: Und gerade in den Bergen sucht man ja eigentlich eher die Einfachheit.
00:34:53: Und das ist ja eigentlich das, was so wunderschön ist!
00:35:01: Wie spricht man mit solchen Menschen der sehr egoistisch auftritt?
00:35:05: Wir sehen es ja auch in der Weltpolitik vorne dran.
00:35:08: also Das sind ja Narzisten.
00:35:10: Wie spreche ich mit Säudem über Verantwortung und ich möchte den Raum so hinterlassen, wie ich ihn gern vorfinden würde?
00:35:17: Der ist selbst der elefante Porzellanladen.
00:35:21: Der räumt einmal zusammen, wenn ihm einer Porzellen-Anladen nicht gefällt.
00:35:25: Ja das also ganz ehrlich... Also ich hatte schon zu viele Auseinandersetzungen mit Leuten die sich aus meiner Sicht daneben genommen haben.
00:35:33: Und es ist nie gut ausgegangen, muss ich sagen.
00:35:36: Es gab dann immer blöde Situationen und deswegen... Also ganz ehrlich meine ehrliche Meinung ist jetzt eher deeskalierend.
00:35:46: also es gibt Situationen, die findet man ganz furchtbar aber es ist nicht immer klug da einzuschreiten weil das kann auch halt negativ ausgehen.
00:35:55: Ich hatte schon Auseinandersetzung in München.
00:35:57: Deswegen bin ich froh, dass ich nicht mehr in Münchnen wohne, wo mir ein anderer Hundehalter Schläge angedroht hat.
00:36:05: Er hatte seinen Hund freilaufend und der Hund ist zu uns gekommen und hat meinen Hund bedroht.
00:36:10: Und ich hab dem Typen gesagt hey das geht's noch nicht!
00:36:13: Mein Hund hat Angst und ich habe auch Angst.
00:36:16: Dann ist es so escaliert, dass er mit deinen Schlägen angetrotet hat.
00:36:21: Es ist unglaublich traurig, aber ich glaube man muss teilweise wirklich sich dann auch zurücknehmen und das vielleicht dann irgendwo.
00:36:28: also wenn es was grobes ist jetzt in den Bergen ein grobe Verstöße das einfach dann irgendwo melden.
00:36:34: An der Zugspitze, an der Knorrhütte gab es jetzt auch Einbrüche in die Hütte und der Winterraum war extrem verwüstet.
00:36:42: Darüber habe ich auch geschrieben.
00:36:43: Ich war dort quasi zur Tatortbesichtigung.
00:36:46: Und das ist so verwüstert worden.
00:36:48: Es ist wirklich mittlerweile eine Entwicklung des Leute in den Berge gehen, denen vielleicht die Demut einfach fehlt und die dann zerstörerisch vorgehen.
00:36:58: Aber als Einzelpersonen da einzuschreiten, glaube ich, dass es nicht gut ... Es entspricht nicht mal im Naturell, aber ich glaube es ist klüger für meine eigene Sicherheit.
00:37:06: Also es ist krass dass sich das so sage...
00:37:10: Aber da eine Frage noch dazu, weil es wahnsinnig spannend findet wie kriegt man das als Gesellschaft in den Griff?
00:37:16: Und wenn ich das wüsste also einerseits die Alpenvereine machen ja schon sehr viel Aufklärung und es kommt trotzdem leider nicht an die richtigen Stellen.
00:37:29: Ich glaube, einerseits sind die Medien halt quasi ganz wichtig.
00:37:35: Also ich schreibe zum Beispiel auch für die Süddeutsche Zeitung sehr viel darüber.
00:37:39: Die Knorrhütten-Geschichte ist z.B.
00:37:40: in der Südsdeutschen erschienen und da habe ich das Gefühl dass es schon ein Hebel ist, dass man Leute halt aufklärt sensibilisiert.
00:37:47: Und ich finde noch ganz wichtig die Tourismusverbände weil Die sehe ich total in der Verantwortung, weil sie natürlich viel Werbung machen für bestimmte Regionen.
00:37:58: Die Menschen sozusagen aus den verschiedenen Gegenden in Deutschland und überhaupt Europa quasi in die Alpen holen.
00:38:04: Und dann sind die da und dann war es das so ungefähr.
00:38:07: So fühlt sich das für mich teilweise an.
00:38:09: aber Ich finde dass die Tourismusverwände eine krasse Verantwortung haben in der Aufklärung zum Beispiel auch am Großglockner.
00:38:16: Da gibt es ja so viele Fälle, also so viele Menschen die da ankommen, Touristen und die diesen Berg besteigen wollen und sich vielleicht gar nicht im Klaren sind wie krass das eigentlich ist was es für eine krasse Unternehmung ist.
00:38:28: Und da müssen die Tourismusverbände mehr machen und ich finde auch die Hotels, also die Hotelerie dass sie auch mit denen die Aufklärungen gehen und wir auch immer Informationen bereitstellen und aufklären.
00:38:41: Ich glaube das ist so ein allgemeines Ding und gesellschaftlich Wir wissen ja leider, dass sich das immer weiter in die Extreme so ein bisschen entwickelt.
00:38:51: Und da habe ich natürlich auch noch ganz ausdifferenzierte Meinungen.
00:38:58: aber es würde jetzt vielleicht soweit vom Thema wegführen.
00:39:00: Wird vielleichts nächste Buch!
00:39:02: Aber ein Problem fällt ganz konkret beim Wandern mit Hundenbräuchten nur ansprechen weil's auch Kurzwanderung betrifft.
00:39:08: Das ist Kuhherden das Treffen auf Herdentiere überhaupt.
00:39:15: Eskoratom für albine Sicherheit hat gerade wieder berichtet von neun Vorfällen pro Jahr, denn den steigend.
00:39:22: du erlebst es selbst recht häufig dass du auch auf Herdtiere triffst.
00:39:27: wie verhältst du dich beziehungsweise wie hast du das erlebt?
00:39:31: Ja also das ist neben den Gewittern wirklich eine der größten Unsicherheiten, ich würde sogar sagen Gefahren.
00:39:41: Weil natürlich vor allem wenn man mit Hund unterwegs ist wird man von den Kühnen einfach ein bisschen noch anders wahrgenommen.
00:39:50: also der Hund Wenn man das mal ganz vereinfacht sagt Sagen möchte.
00:39:54: Hunde werden von Kühen halt wirklich als Raubtiere wahrgenommen Also quasi als Bölfe in dem Sinne die könnte es ja jetzt nicht unbedingt ausdifferenzieren.
00:40:02: Und wenn dann jemand mit Hund ankommt, dann schrillen halt alle Alarmglocken.
00:40:06: Deswegen muss man schauen, dass da Konflikten aus dem Weg geht mit den Kühen.
00:40:12: Es gibt natürlich noch mal Differenzierungen ... Also es ist einfach so ein riesiges Thema.
00:40:19: Richtig gefährlich wird das mit Mutterkühen.
00:40:21: Wenn du eine Mutterkühle hast die mit Kälbern auf der Beide stehen oder einen ganzen Verbund von einer ganzen Kuhherde mit Kölbern Dann wirken halt krasse Sozialstrukturen, weil es ist ja alles darauf ausgerichtet, dass diese Kälber sicher bleiben.
00:40:36: Und wenn du dann ankommst mit Hund ... Dann hast du halt so Speerkür, also halt Kühe die wirklich dafür abgestellt sind in Weg abzusichern oder halt die Gegend, also die Sicherheit abzusickeln und die erkenn dich und dann denken die okay gut, Hund Gefahr!
00:40:51: Und dann, wenn du dann weitergehst und nicht defensiv bist.
00:40:55: Dann kann sich da so eine richtige Kette ergeben, dass sie dann halt einen Moon ... Also dann gibt's ein richtiges Konzert.
00:41:02: Und dann sind alle alarmiert.
00:41:05: Die Kälber wie in einer Art Kindergarten werden behütet von Kühen, die darauf abgestellt sind.
00:41:13: Dann zieht sich alles zusammen und man weiß okay, wenn Du jetzt weiter gehst, dann passiert was!
00:41:19: Du merkst, du siehst den Kühen irgendwann an.
00:41:21: Okay jetzt ist es eine angespannte Situation.
00:41:24: Also das ist so meine Erfahrung.
00:41:26: Ich war vergangenes Jahr auf der Via Alpina in der Schweiz.
00:41:29: Wir sind halt die komplette Schweiz durchquert und da gibt's sehr viele Mutterkühe also Mutter-Kuhhaltung was ja an sich super toll ist weil die Kälber dann halt.
00:41:39: wie soll ich sagen?
00:41:41: Das ist einfach ne artgerechte Art der Haltung.
00:41:44: Aber dann wird eben dieser Schutzmechanismus halt stark geweckt von den Kühen.
00:41:48: Und genau, und dann kommst du halt fast jeden Tag an so einer Herde vorbei oder triffst auf eine Herde und dann musst du dir einfach Strategien entwickeln.
00:41:56: Dann hast du halt ... Der Hund muss auf jeden Fall abgewandt von den Kühn gehen also so dass die Kühe merken okay er ist nicht offensiv mir gegenüber sondern er ist abgeschirmt.
00:42:08: Der Hund sollte sich natürlich ruhig verhalten und dann muss man zusätzlich noch einen riesigen Bogen um die Kühle gehen.
00:42:15: Wenn man eine Kuhherde hat, wo wirklich Kälber dabei sind und auch generell besser einen großen Bogen oder einfach umkehren.
00:42:25: Man muss echt so weit gehen, dass man wirklich umkehrt wenn man ein ungutes Gefühl hat.
00:42:29: Weil es ist wie eine Harakiri-Situation eigentlich.
00:42:36: Echt?
00:42:37: Der Boden kann gar nicht so groß sein,
00:42:40: dass
00:42:40: die Gefahr gebannt wird.
00:42:42: Und du
00:42:42: drehst
00:42:42: um!
00:42:43: Also schon genau wenn der Bogen aber man also ich bin teilweise schon durch... krasse Schroffengelände irgendwie abgestiegen, weil ich halt diese Kühe umgehen wollte und ich hatte trotzdem noch mega Angst.
00:42:54: Und dann auch zusätzlich einfach die Angst vor dem Gelände.
00:42:56: also wenn man nicht halbwegs sicher die Kühe Umgehen kann, dann würde ich wirklich dazu raten umzukehren.
00:43:02: Und nochmal vielleicht auf die Küher ist, welche Kühe besonders... Gefährlichste in den Anführungszeichen sind wirklich die Mutterkühle.
00:43:10: Dann habe ich auch bei Jungkühlen, da spielt noch so ein bisschen diese Neugier mit rein und vielleicht auch austesten von Grenzen und uns haben auch schon so Jungkühl über die Weide gejagt.
00:43:23: Also am Anfang quasi ... Ich hatte eine Situation, ich hatte das nicht vermutet.
00:43:26: dann ist es passiert und dann bin ich mega Angst vor Jungkühen.
00:43:31: Und dann kommt noch ein wichtiger Aspekt mit rein warum es vielleicht jetzt immer Also einerseits kommen, sind mehr Hunde in den Bergen und vielleicht auch Hunde die vielleicht frei laufen.
00:43:41: Und dann die Kühe verärgern oder verängstigen das kann natürlich auch so eine also quasi diese Fälle erklären dass es immer häufiger vorkommt ist Kühe auch an die Attacke gehen.
00:43:50: Ein andererseits verändert sich auch Die Haltung von Kühen was ich persönlich super toll finde weil diese Anbinderhaltung find ich persönlich sehr schwierig.
00:44:05: immer mehr Kühl werden wirklich in einen Offenstellen oder ein freier quasi unangebunden gehalten.
00:44:12: Aber dann sind die auch weniger den Kontakt mit den Menschen gewöhnt, also das ist ... Die sind dann quasi etwas wilder wenn sie nicht angebunden sind und halt immer von den Menschen so gehandelt werden sondern sind da einfach freier sozusagen.
00:44:23: Und wenn die dann so auf die Weide kommen, sind sie einfach den Menschen nicht so stark gewöhnt wie Kühe in der Anbinderhaltung.
00:44:33: Und das ist halt eine Entwicklung, die tierrechtlich relativ ethisch sehr toll ist aber auf der Weide zu mehr Unfällen führen kann weil die Kühe weniger an den Menschen gewöhnen sind.
00:44:44: und dann kommt noch ein Hund mit.
00:44:47: Dann ist es besonders schwierig für die Küche.
00:44:50: Bist du für mehr Zäune?
00:44:52: Auf dem Endebergen?
00:44:54: Das ist ... Das finde ich, das ist so schwierig.
00:44:59: Was sich ganz toll in der Schweiz fand ... Wirklich haben die sehr gut ausgebaut, dass überall wirklich Schilder stehen.
00:45:08: Es sind grüne Schilders.
00:45:09: Da ist eine Kuh mit einem Kalb aufgezeichnet und dann siehst du, hier kann es sein, dass jetzt Mutterkühe kommen.
00:45:16: Also quasi Kühe oder Herden, die potenziell gefährlicher sind?
00:45:21: Dann kannst dich drauf einstellen!
00:45:22: Bei mir hat das immer voll Schweiß irgendwie ausgelöst.
00:45:24: Ich dachte, Scheiße, er ist schon wieder.
00:45:27: Aber es ist natürlich total gut, wenn du da eben schon dir bewusst sein kannst darüber.
00:45:32: dass vielleicht eine gefährliche Situation auftritt und du musst in der Lösung finden.
00:45:36: Wahrscheinlich würde es Sinn machen, noch mehr also halt auch in der Vorbereitung vielleicht auf was ich in Online-Karten und Apps und so vielleicht noch mehr zu markieren wo potenziell eben auch Kuhherden sein können, wo Almen sind, wo Mutterkür gehalten werden
00:45:51: usw.,
00:45:51: dass man da vielleicht auch noch mehr Informationen rausgibt.
00:45:55: das würde mir jetzt an der Planung helfen.
00:45:58: Man kann ja auch nicht jeden Tourismusverband jetzt antelefonieren und fragen, wo sind jetzt Mutterkür?
00:46:03: Und wo muss ich besonders aufpassen.
00:46:05: Das kann eigentlich alles... Wenn man da irgendwie mehr Sicherheit mit einbeziehen will, wäre das cool, das einfach in Karten zu markieren um ehrlich zu sein weil es ist ja relativ widerkehrend.
00:46:18: Also du bist für mehr Information als für mehr Zäune?
00:46:24: Ja, ich glaube ja!
00:46:26: Also ich finde, das ist halt einfach so ein ganz großes Thema und jeder denkt, dass er in diesem Alpenraum sozusagen der oder die wichtigste ist.
00:46:38: Die Radfahrer denken ja, ich habe es hier vorrecht und die Wanderer denken das auch.
00:46:42: alle denken das aber es geht ja nur zusammen.
00:46:45: Und die Bauern haben natürlich auch und Bäuerinnen ... Es ist natürlich der Alpenraum sehr stark besiedelt und es gibt einfach viele Almen.
00:46:56: Das ist einfach auch Kulturgut.
00:46:58: Also würde ich jetzt schon sagen, dass das erhalten bleiben muss und es gibt einfach... also es gibt so entlegende Gegenden da kann man gar keine Zäune wirklich gut aufstellen oder nicht warten.
00:47:11: Genau deswegen... Also ich finde mehr Informationen sind sehr wichtig.
00:47:18: Ich finde es gibt noch viel zu wenig Informationen darüber.
00:47:21: Und da sind die Tourismusverbände gefragt Und ja.
00:47:28: Und Spanien finde ich, du sagst nämlich glaube im Buch kommt es vor das letzte instanzliche Tipp wenn's eskaliert Hund von alleine lassen Das heißt den gibst Du dann dem Risiko frei dass die Tiere denen verletzen?
00:47:45: Also so kann man das beispielsweise sagen.
00:47:49: also Noch wichtig zu sagen ist es, wenn ich weiß, okay jetzt kommt Kühe.
00:47:52: Dann hab' ich auch noch mal so eine kürzere Leine also eine ganz kurze vielleicht fünfzig Zentimeter die ich dann einfach auch easy loslassen kann und die da nicht am Boden schleift weil ansonsten können die Kühe auf die Leine treten Und dann ist der Hund ja auch gefangen.
00:48:06: Also da auch drauf achten dass man in so schwierigen Situationen so ne Kurzleine dabei hat Genau das der Hund dann, dass man ihn einfach nur freilaufen lassen kann.
00:48:16: Ich kann jetzt mal nur von meinem Hund ausgehen aber mein Hund extremst athletisch und der wird sich retten.
00:48:22: Also ich glaube auch nicht, er ist schon sehr konfrontativ aber ich glaube er wird irgendwann sehen vielleicht sind die Kühe doch stärker als ich?
00:48:29: Und er rennt dann einfach weg und dann jagen die Kühen hinterher.
00:48:39: Das ist meine Hoffnung und dann wird natürlich auch die Aufmerksamkeit vom Menschen abwecken.
00:48:45: Der Hund wird sich selber retten.
00:48:46: Und der Mensch ist nicht mehr so eine Gefahrenperson oder eine Gefahr für die Kühe, und dann kann man in so einer schwierigen Situation auflösen.
00:48:55: Aber es ist immer besser, nicht in so eine schwierige Situation erst zu geraten sondern vorausschauend.
00:49:04: Auf der Via Alpina haben wir jeden Tag Kuhherden getroffen und es ist nichts passiert.
00:49:09: Man kann vorasschauend damit umgehen!
00:49:12: Martin, ich bedanke mich sehr herzlich.
00:49:15: Ich habe mir kurzzeitig gedacht es ist auch unglaublicher Vorbereitungsaufwand aber wenn du da gehst in deinem ganzen Verantwortungsbewusstsein aber es macht am Ende vom Tag dann dir sogar noch mehr Spaß weil du auch die Erfüllung dessen hast das was funktioniert was vielleicht anfänglich unlösbar als unlösbar im Raum gestanden ist.
00:49:37: also das nehme mit aus dem Gespräch.
00:49:39: ich danke dir sehr Für deine Zeit und wünscht ihr jetzt durch die Alpen, über die Alpe viele Höhenmeter, Tausende Höhenmetern mit Moralphi alles Gute.
00:49:50: Vielen lieben Dank!
00:49:51: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:49:52: Danke dir!
00:50:02: Der
00:50:02: Podcast des österreichischen Alpenvereins in Zusammenarbeit mit der Generale.
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