#077 Wie entstehen Wanderwege? | feature
Shownotes
Rund 50.000 Kilometer Wege betreuen die Alpenvereine in Österreich. Dahinter stehen Menschen, die Stufen bauen, Markierungen erneuern, Seile montieren und nach Unwettern zerstörte Wege wiederherstellen. In diesem Feature von Michel Mehle schauen wir Wegewart:innen beim Wegebauseminar in Kaprun über die Schulter. Und wir fragen, was mit unserem Wegenetz passiert, wenn Klimawandel, Extremereignisse und fehlendes Ehrenamt seine Erhaltung immer schwieriger machen.
Themen im Podcast
- Wer die rund 50.000 Kilometer Alpenvereinswege in Österreich erhält
- Wie Klimawandel, Steinschlag, Muren und auftauender Permafrost das Wegenetz verändern
- Wie digitale Wegedatenbanken bei der Tourenplanung helfen
- Wie Klettersteige gebaut werden
- Und: Was eigentlich einen guten Weg ausmacht
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Wen sollen wir ins alpenverein basecamp einladen, mit welchem Thema der Höhe in die Tiefe gehen? Wir freuen uns über Vorschläge via basecamp@alpenverein.at!
Alle Folgen des alpenverein basecamps unter www.alpenverein.at/basecamp
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Das alpenverein basecamp wird unterstützt von der Generali.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn man das so draufschaut und vielleicht auch Vergleiche anstellt, da kommen wir relativ schnell darauf.
00:00:05: Dass dieses Wegenetz ein und für sich ziemlich einfügartiges weltweit eigentlich in seiner Umfang- und auch in seiner Dichte.
00:00:15: Das ist bei vielen Leuten – obwohl die viel wandern gar nicht so im Kopf drin -, dass diese Wege sich erst mal um die kümmert, die entstand setzten.
00:00:25: Das war mir auch gar nicht bewusst.
00:00:27: Das heißt der Alpine und Vereine haben ja keine einen großen Schatz für die Allgemeinheit, dass sie auch nicht leichtfertig aufgeben.
00:00:35: Ja natürlich der Klimawandel-Extremenereignisse Naturkatastrophen nagen an dem Wegenetz
00:00:42: und
00:00:43: mit aller Anstrengung die Wegenetze zu erhalten ist es leider so das der ein oder andere Weg dann eben nicht mehr begehbar ist weil's zu gefährlich wird, weil man einfach den Aufwand nicht mehr erhalten kann um den Weg dauerhaft begehbart zu erhalten.
00:00:59: Haltenverein Basecamp der Podcast des österreichischen Alpenvereins, als Themen der Höhe in die Tiefe gehen.
00:01:11: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von Der Generali.
00:01:16: Ein Geräusch wie ein Weltuntergang!
00:01:20: Ein Schlagbohrer frisst sich in den grauen Fels oberhalb der Sigmund Thunklamm in Kaeprunn An seinem anderen Ende wiebt Gejahr.
00:01:30: Wegewarten der Sektion Edelweiß im Alpenverein Braune Locken Schutzbrille Arbeitshandschuhe Denn schweren Bora hat sie sich zwischen Brust und Schulter geklemmt.
00:01:42: In ihrem richtigen Leben entwirft sie Präzisionsmikroskope mit Millionen winziger Spiegel auf einem einzigen Chip.
00:01:50: Als Wegewart in nem Alpenverein fliegen ihr gerade die Splitter einer Face Wand um
00:01:54: die Uhr an!
00:01:56: Ich habe ein Loch geboren.
00:02:01: Und
00:02:01: ja, ich glaube was es für mich vor allem bedeutet ist halt einfach der Respekt auch vor den Leuten die das ehrenamtlich ganze Klettersteige einrichten oder auch hauptamtlich machen weil's ist schon anstrengend.
00:02:14: Das war ganz anders als ich sonst zum ganzen Tag lang mache.
00:02:17: Da ist viel schreibtischer Arbeit bei mir.
00:02:19: aber...
00:02:21: Wenn man sich mit einem Laptop umgeht?
00:02:22: Ja dann
00:02:24: ist er hin!
00:02:25: Wiebke Ja ist Teilnehmerin des jährlichen Wegebau-Seminats, des österreichischen und deutschen Alpenvereins.
00:02:31: Rund achtzig Ehrenamtliche lernen hier drei Tage wie man Wege wartet, Seilversicherungen legt oder Rechtsfragen klärt – kostenlos!
00:02:39: Für den Alpenverein sind die eigenen Wege so etwas wie die Goldreserven der Republik….
00:02:45: Der bestgehütete Schatz Und der will umsorgt werden, sagt Marco Gabel von der Abteilung Wege & Hütten im Alpenforein.
00:02:54: Also, das ist ein sehr umfangreiches Wegenetz.
00:02:58: Und wenn man da so drauf schaut und vielleicht auch vergleiche anstellt, dann kommt man relativ schnell darauf, dass dieses Wegenetzt ein und für sich ziemlich einzigartiges weltweit eigentlich in seiner Umfang- und auch in seiner Dichte.
00:03:13: Das kommt ja nicht von ungefähr.
00:03:15: Dieses Wegenets, das wir hier betrachten, es ist im Wesentlichen hundertsechzig Jahre alt.
00:03:24: Pflegen ehrenamtliche der Alpenvereine heute in Österreich.
00:03:28: Eine unglaubliche Zahl!
00:03:30: Fast zwanzigmal mehr, als es Autobahnkilometer in Österreich gibt.
00:03:35: Diese Wege verbinden die Gipfel der Ostalpen mit den funkelnden Sehendevoralpen bis zur panonischen Tiefebene.
00:03:43: Mit ihnen erleben wir den Duft von frischen Fichtennadeln Die Kühle eines Wasserfalls das Leuchten einer Almwiese und des Gesprächs mit einem lieben Menschen Momente, die uns ein Leben begleiten können.
00:03:54: Diese Erfahrungen können wir machen, weil sich Menschen im Alpenverein täglich dafür einsetzen.
00:04:00: In diesem Podcast möchten wir zeigen wer diese Menschen sind.
00:04:05: Willkommen im Alppenverein Basecamp!
00:04:07: Mein Name ist Michelle Mehle.
00:04:11: Die Arbeitsgebiete der Alpenforeine werden oft als alpine Heimat bezeichnet.
00:04:15: Das kommt nicht von ungefähr.
00:04:18: Sich einer Sache zu widmen schafft eine Verbindung die tiefer sein kann als ein bloßer Besuch.
00:04:24: Von dieser Arbeit profitieren wir letztendlich alle.
00:04:28: Was macht unsere Bergwilze so einzigartig?
00:04:31: Die Frage, der wir in diese Geschichte nachgehen ist wohl eher
00:04:35: wer!
00:04:38: Wir sind ein Tag, das erste Stück Hochzeugkieler Wetterhütte haben dann als echt richtig tollen Gefangene zu regnen, haben wir dann gesagt okay Regensachen an, wir drehen um Jetzt ziehen wir Wasser rin und haben in einem strömenden Regen die Wasser rinnen gezogen, weil du dann ja im dem Moment gesehen hast wo ist das ganze Wasser?
00:04:56: Und dann haben wir da halt die ganzen Wasser rinn gezogen.
00:05:00: Lina Johansson ist einundzwanzig Jahre alt und Mitglied der Sektion Kiel im deutschen Alpenverein.
00:05:07: Ich treffe sie beim Wegebau-Seminar in Capron.
00:05:09: In vergangenen Jahr ist sie mit einer Gruppe ihrer Sektionen ins Patsnauenteil nach Tirol gefahren und auf die Kieler Wetterhütte aufgestiegen Ein winziges Selbstversorgerhaus in der Verwahlgruppe Um die Berge zu erleben und um darin zu arbeiten.
00:05:24: Weil meine Eltern, so mit denen bin ich nie in die Bergle gefahren.
00:05:27: Deshalb ist für mich sowieso das so ... So bergel können oder faszinieren einfach alle Leute.
00:05:33: Und dann ist es grad irgendwie schön, dass man einen Weg gebaut über den Alpenverein auch grade so irgendwie Möglichkeiten hat und bekommt, was überhaupt zu machen.
00:05:44: Fünf Tage haben die Jugendlichen in ihrem Arbeitsgebiet Wege trocken gelegt, Stufen gebaut und Hangrutsche ausgebessert.
00:05:50: Wenn sie dabei auf Wandernde getroffen sind, musste Lina und ihre Gruppe oft erst mal erklären was sie machen.
00:05:58: Wir waren fertig mit dem Frühstück.
00:05:59: dann kamen da, weiß ich nicht ... zehn Leute!
00:06:03: In verschiedenen kleinen Grüppchen kamen zu uns auf die Kieler Wetterhütte und waren so, ihr habt hier geschlafen?
00:06:09: Dann haben wir uns natürlich auch unterhalten.
00:06:11: Aber es war irgendwie so total lustig, weil das ist bei vielen Leuten ... Obwohl die viel wandern gar nicht im Kopf drin.
00:06:20: Dass diese Wege sich erst mal um die kümmert, die entstand setzt.
00:06:25: Das war mir auch gar nicht so bewusst, bis man da mal selber irgendwie rangekommen ist.
00:06:31: Es kommt aber wirklich viele Dankbarkeiten von vielen zurück, die dann irgendwie sagen hey cool, dass ihr das macht und vor allem ehrenamtlich auch.
00:06:42: Und das macht einfach irgendwie so ein bisschen stolz.
00:06:49: Ja, geht es euch noch mal?
00:06:51: Ich bin der Christian Piccol-Ruatz.
00:06:55: Picco, dann fühle ich mich angesprochen und passt gut!
00:06:59: Die Siegmund Thunklam bei Capron.
00:07:01: Christian Picol Ruatz, Allias Pico erklärt einer Gruppe Wegewartinnen wie man einen Klettersteig anlegt – und das ist gar nicht zu leicht.
00:07:11: Die Felsqualität muss natürlich stimmen um das Material und die Bauweise den Normen entsprechen.
00:07:17: Seit zwanzig Jahren baut Pico schon Klettersteige und Seifersicherungen.
00:07:21: Heute gibt er sein Wissen weiter!
00:07:23: Drahtseile, Bohrmaschinen und Trittstufen aus Metall liegen schon bereit.
00:07:28: Erst klopft Pico aber vorsichtig mit einem Hammer den Face-up um eine solide Stelle für das erste Bohrloch zu finden.
00:07:55: Bevor ein Seilanker gesetzt werden kann, muss eine passende Stelle gefunden, ein Loch gebohrt, ausgeputzt und mit einem starken zwei Komponenten Kleber gefüllt werden.
00:08:04: Pico erklärt den Teilnehmenden worauf zu achten ist.
00:08:06: Dann werden Bohrer, Bürsten und Kleber verteilt – es kann losgehen!
00:08:13: Vergangenen Herbst hat Pico etwa einen schwarzen Bergweg zum Fliehmspitze bei Ischgl mit Drahtseilen- und Trittstufen versehen.
00:08:20: Dank seiner Arbeit steht der Weg Wandernen jetzt nach mehrjähriger Sperre wieder zur Verfügung.
00:08:26: Arbeit, die auch von Ehrenamtlichen des Alpenvereins im ganzen Land erledigt wird und heute trainiert.
00:08:32: Wiebke ja vom Alpenerein Edelweiß Bord ein erstes
00:08:36: Loch!
00:08:37: Also gerade die praktischen Teile jetzt macht schon viel Spaß.
00:08:41: Das
00:08:41: ist einfach mal auszuprobieren weil das ist ganz anders als wenn man es nur in der Theorie hört.
00:08:46: wie muss ich's auslegen?
00:08:48: Es ist natürlich auch wichtig, das alles zu wissen.
00:08:51: Aber es praktisch jetzt einfach auszuprobieren, ist komplett ein anderes Gefühl.
00:08:56: Wege wartet man aber nicht nur mit Schwärmgerät.
00:08:59: Meistens schneiden die ehrenamtlichen Äste zurück, pinseln Kilometer rot-weiße Markierungen nach und räumen auch ganze Bäume sprichwörtlich aus dem Weg.
00:09:09: Konstante Arbeit damit wir den Weg gehen können – aber auch damit wir ihn überhaupt gehen dürfen!
00:09:15: Denn dass wir in ganz Österreich in der alpinen Landschaft unterwegs sein dürfen ist alles andere selbstverständlich.
00:09:23: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert
00:09:25: von der Generali.
00:09:27: Es ist also ganz fix so, dass in Österreich jeder Quadratmeter Grund irgendein jemandem gehört.
00:09:35: Also da hat er mal die Debatte gegeben und dann schon das Heizabs vielleicht, dass Mattheuer an irgendjemandem gehören könnte aber dem ist nicht so.
00:09:44: Wolfgang Stock ist Fachjurist für Freizeit- und Tourismusrecht.
00:09:48: Die Wege in Österreich beschäftigen ihn schon gut dreißig Jahre als Gutachter und Rechtsexperte.
00:09:53: Besonders die Wege des Alpenvereins, denn die sind ein Sonderfall!
00:09:58: Der Alpenerein darf sie betreuen und pflegen – der Grund auf dem Sie verlaufen gehört aber in neunzig Prozent der Fälle jemand anderem.
00:10:06: Wenn ich Eigentum habe kann ich damit tun und lassen was ich möchte
00:10:11: und
00:10:11: zweite jeden anderen davon ausschließen den ich nicht mag.
00:10:15: wenn ich auf fremden Grund irgendetwas tun möchte.
00:10:18: Und das ist natürlich gerade bei den Alpinsportarten notwendigerweise, weil wer hat schon zu Hause?
00:10:24: Wer hat ein eigenes Gebirge?
00:10:26: und
00:10:27: also wenn ich mit dem Fahrrad immer noch in einem eigenen Garten vorwärts bin dann langweilig... Also ich brauche fremdgrund um gewisse Aktivitäten und vor allem Alpinsportarten ausüben zu
00:10:37: können.".
00:10:38: In Österreich dürfen wir seit den neunzehnten Sebzigerjahren grundsätzlich zu Fuß im Wald unterwegs sein.
00:10:43: Mit ein paar Einschränkungen darf uns niemand davon abhalten.
00:10:47: Im Alpinengelände ist das aber anders!
00:10:50: Hier darf ich zwar auf den Wegen der Alpenvereine unterwegs sein, Aber nur weil die Alpenforeine dieses Recht oft über viele Jahre ersessen haben.
00:10:58: Wenn ein Weg im Alpenferein aufgegeben wird Dann erlischt auch dieses Recht.
00:11:04: Das heißt, die Alpinenvereine haben ja einen großen Schatz für die Allgemeinheit.
00:11:10: Wir gehen alle auf diesen auf diesen Wegen.
00:11:13: Wer macht sich schon selber einen Weg?
00:11:15: Man kann auch sagen, es ist gewissermaßen ein Vermögen, dass sie auch nicht leichtfertig aufgegeben dürfen.
00:11:21: Das kann ich aus der Praxis behaupten.
00:11:25: Da wird sehr lang nachgedacht, wenn dann so eine Weg wirklich aufgegeben wird, weil da mit einem Stück für die Allgemeine verloren
00:11:32: geht.".
00:11:33: Allerdings ist das auch nicht immer möglich, einen Weg zu halten.
00:11:37: Tatsächlich ist es so – kleiner werden.
00:11:43: Sagt mir Marco Gabel, der die Wegearbeit im Hauptverband des österreichischen Alpenvereins koordiniert Der Wanderweg von der Saier-Tüte zur Johanneshütte im Groß Venediger Gebiet ist schon zehn Jahre wegen Steinschlaggefahr gesperrt.
00:12:19: Der Grund?
00:12:20: Auftaunter Permafrost, genauso der Abstieg von der Hohengeilge in den Öztaler Alpen oder der Weg von der Kromer Lücke und Schweizer Lücke in der Syfretta.
00:12:28: Vor allem im Hochgebirge werden wir immer öfter Umwege in Kauf nehmen müssen.
00:12:34: Im Knitztal in Tirol ist twenty-chwanzig wiederum eine Mure abgegangen die alle Zuhundabstiege der Innsbrucker Hütte begraben hat.
00:12:41: Hüttenwart Walter Berger hat mir damals Fotos von der Verwüstung gezeigt.
00:12:45: Man sieht einfach nur ...
00:12:46: So zu krallen, da ist der Weg, sich steht oben, es ist der Wege einer gegangen.
00:12:50: Da haben sie unten mit dem Backer messen ein
00:12:53: oder so.
00:12:53: Den Weg hat's komplett weggerissen?
00:12:55: Ja, den hat's kompletter weggessen.
00:12:57: Weil das auf der Seite nah die Moa aber kremmen und dort sind auch alles rausgefressen.
00:13:04: Auf den Bildern sehe ich Meterhohe Geröllawinen, riesige Krater!
00:13:09: Walter und Hütte wird Franz Egger von der Innsbruckerhütte mittendrin, mit Spitzhacke und Schaufel.
00:13:15: Wo da einmal ein Weg gewesen sein soll ist für mich nicht
00:13:19: erkennbar.".
00:13:38: Schon am Tag nach dem Unglück hatten sie einen Zustieg wieder soweit hergerichtet Das Wanderende von der Innsbruckerhütte hinunter und wieder hinaufkommen konnten.
00:13:46: Erst dieses Jahr konnte auch der letzte Zustieg wieder freigegeben werden.
00:13:51: Es ist ein Happy End of Zeit, sagt Marco Gabel vom Alpenverein
00:13:56: Also gerade im Hinblick auf Klimawandel, Klimagrise.
00:13:59: es wird in alle Fälle nicht einfacher aber das Schöne ist glaube gemeinsam im Kollektiv also mit dem Alpenverein, der doch auch immer wieder ein gewichtiges Wort hat.
00:14:13: Auch als Anwalt der Alpen aus Sprachvorhau und Naturschutzorganisationen aber auch in die Zukunft gedacht, als Jugendorganisation glaube ich und hoffe, dass wir doch sehr gut aufgestellt sind um diese Herausforderung zu meistern weil wer soll sie sonst meistert?
00:14:36: Für mich ist ein guter Weg den ich intuitiv
00:14:39: richtig gehe
00:14:39: wo das einfach passiert von selber
00:14:41: Vielseitig.
00:14:43: Also ich finde unseren Weg total cool, weil der so viel hat.
00:14:47: War gut ausgeschildert dass du weißt wo du hin musst.
00:14:50: Markierung muss stimmen rot blau schwarz.
00:14:52: Ich habe jetzt ehrlich gesagt eher an einem schönes gedacht.
00:14:55: Irgendwo ein Stück weit geheimnisvoll
00:14:57: ist also immer ein Weg
00:14:58: mit sehr vielen Biegungen.
00:15:01: Wenn der Weg
00:15:02: so ugelegt ist das die
00:15:03: Leute was den benutzen miteinander noch rennen können und eben die Aussicht damit.
00:15:08: Das ist für mich sicherzustellen.
00:15:10: Die Wege im Alpenverein sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sich um sie kümmern.
00:15:14: Nur eines ist klar – hinter jedem Weg den wir gehen steht ein Mensch der diesem Weg betreut, hinausgeht und stufen schlägt, Markierungen nachzeichnet und sich Gedanken über seine Zukunft macht.
00:15:25: Wenn wir über den eigentlichen Schatze im Albenverein sprechen dann über Menschen wie Caroline, Stefan, Florian und Susanne.
00:15:34: Die Menschen,
00:15:38: Ja, wieso bin ich wehgebracht?
00:15:41: Ja, gemeldet hatte ich mich, weil sich kein anderer gemeldete hat.
00:15:44: Aber es ist nicht ganz richtig.
00:15:46: also tatsächlich ... Hat mein Vater's über dreißig Jahre gemacht und so ein bisschen dachte mir komm das übernehme ich sowas Erbe und für das weiter was er dann jahrelang gemacht oder sein Leben lang gemacht
00:15:59: hat.".
00:15:59: Florian Ruppert isst Wegereferente Sektion Zelle im DRV.
00:16:03: Er betreut das Gebiet um die Zellerhütte in der Ankugelgruppe in Kärnten Ein kleines Selbstversorgerhaus mit acht Betten, einem Tisch und einem Ofen.
00:16:13: Das Solarpanel schafft an guten Tagen vier Stunden Licht für Florian ein Stück zu Hause.
00:16:20: Die Berge ist diese Ruhe, die man da hat ... Kann man gar nicht so in Worte fassen?
00:16:27: Die Ruhe erleben eigentlich.
00:16:28: Weil die Ruhe hören, find ich immer sehr schöner Begriff dafür.
00:16:31: Einerseits dieses Gefühl, das geschafft zu haben wenn man oben ankommt Aber auch dieses dem Berg erleben und sich selber neu erleben.
00:16:42: Und Sachen schaffen, die man eigentlich ... Wo man denkt so, da geht doch ein Weg hoch?
00:16:47: Das kann doch gar nicht funktionieren!
00:16:48: Also das ganze Werk-Experience, wie man es nennen möchte... Das ist einfach
00:16:53: schön.".
00:16:56: Das Wegenetz der Alpenvereine ist im Großen bis in den Neunzehnzwanzigerjahren entstanden.
00:17:01: Neunzunddreienzwanzig hat der Alpenverein dann in den Tölzer Richtlin beschlossen dass grundsätzlich keine neuen Wege mehr in weglosen Hochgebirge gebaut werden sollen, um die Bergwelt vor touristischer Übererschließung zu schützen.
00:17:14: Heute schützen und erhalten wir dieses Erbe – aber wir bringen es auch in die heutige Zeit!
00:17:20: Wegewahrtinnen sind mittlerweile auch mit einem digitalen Werkzeughoffer unterwegs, erzählt Marco Gabel vom Alpenverein.
00:17:27: Da geht's wirklich auch darum, dass man
00:17:30: die
00:17:31: Wege erfasst, die Zuständigkeiten erfasst.
00:17:34: Ich habe auch den Wegezustand, die Wegbegleiter also die Infrastruktur.
00:17:40: Man hat alle Möglichkeiten, Sperren aufzunehmen und natürlich auch langfristig dann vor allem auch für die Bergspartler Naturaumnutzer aktuelle Informationen zu bieten.
00:17:52: Wegewahrtinnen im Alpenverein tragen Informationen wie Wegsperren oder Veränderungen malpienengelände in eine digitale Wegedattenbank ein – und die ist dann wiederum Grundlage für Tourenportale!
00:18:04: wie Alpenverein aktiv oder die Kartografie im Alpenverein.
00:18:09: Damit wir es Wandernde, bestmöglich informiert unsere Touren planen können!
00:18:14: Dass wir das oft nicht mitbekommen liegt vielleicht auch an der Natur der Wege.
00:18:18: Es ist ja so wenn ein Weg gut gemacht ist fällt er einem eigentlich kaum auf.
00:18:24: Kein Baum der im Weg liegt kein Anstieg der kaum zu schaffen ist dafür alles andere Die Natur die Aussicht der klar beschilderte Weg bis zur Hütte.
00:18:35: Es ist das Werk von Menschen, die ihre Arbeit verstehen.
00:18:40: So wer hat Lust ein bisschen flexen?
00:18:43: Wir müssen auch wieder das Ganze hinterlassen so wie wir es vorgefunden haben.
00:18:50: also ich glaube ich habe auch Flex.
00:18:53: Alles im Leben muss auch wieder in Ende finden!
00:18:57: In diesem Fall der etwa drei Meter lange Klettersteig oberhalb des Sigmund Thunklam bei Kaeprunn.
00:19:05: So kurz war die Lebensdauer von einem Klettersteig noch nie.
00:19:11: Aber dann montieren wir es zuerst, oder?
00:19:14: Mit Winkelschleife und Hammer werden die einzelnen Komponenten des kurzen Klettersteigs abgebaut.
00:19:20: Bis fast nichts mehr bleibt – außerdem FACE!
00:19:28: Noch ein Foto, dann geht das zurück zu den Seminarräumen.
00:19:32: Zwei weitere Tage stehen ja noch an in denen die teilnehmenden Wege begehen sich mit Recht Klimawandelfolgen und medizinischen Notfällen beschäftigen.
00:19:41: Alles, um den vielleicht schönsten Weg zu schaffen, den es gibt – einen, dem wir gemeinsam gehen
00:19:47: können!
00:19:49: Ja ich glaube für was das für mich natürlich auch gemacht hat ist also ich wusste schon dass es viel Arbeit ist so die Alpine-Wege.
00:19:55: Ich habe wenig Gefühl wie man eigentlich einen Weg einrichtet gerade
00:19:59: wenn man jetzt stufen
00:20:00: oder sowas anlegen muss wie viel Arbeit das ist.
00:20:03: Und ich glaube, das ist einfach was ... Ich mir halt auch von allen Menschen die jetzt in die Berge gehen wünsche.
00:20:08: Dass sie das respektieren, die Arbeit, die da einfach geleistet wird und da auch ihren Beitrag zu leisten, dass es erhalten
00:20:15: bleibt.".
00:20:28: Der Podcast des österreichischen Alpenvereins in Zusammenarbeit mit der Generale.
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